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Mikrowürmchen (Turbatrix silusiae)

Eins der bekanntesten Futteransätze sind die Mikrowürmchen. Keine Aquarienbörse oder Vereinsabend, wo man diese Futteransätze nicht bekommt. Es gibt viele Rezepte für eine erfolgreiche Zucht dieser Fadenwürmer. Mikrowürmer leben in gärenden Substanzen von Bakterien. Bei mir hat sich seit vielen Jahren dieses Rezept bewährt!

Für einen Zuchtansatz von Mikrowürmchen nehme ich Haferflocken, Karottensaft, Sonnenblumenöl und ein wenig Hefe.

Die Haferflocken und die Hefe werden mit dem Karottensaft und einigen Tropfen Sonnenblumenöl zu einem dickflüssigen Brei verrührt, welchen ich dann 1 cm hoch in flache Behälter auffülle. Nun lasse ich ihn über Nacht gären. Nach dem gären wird der Brei nochmals umgerührt und mit Karottensaft auf die richtige „Dicke“ eingestellt. Wenn der Brei so gerade noch von einem Löffel runter läuft, hat er die richtige „Dicke“! Von einem alten Ansatz gebe ich einen Teelöffel Brei hinzu, und rühre ihn unter. Die Ansätze sollte man mit einem gelochten Deckel oder Gaze abdecken, damit der Brei nicht zu schnell austrocknet und z.B. Fruchtfliegen keine Eier in den Brei ablegen können. Raumtemperatur reicht für eine schnelle Vermehrung vollkommen aus . Nach wenigen Tagen sieht man, wie die Würmer an den Wänden des Zuchtbehälters hoch kriechen. Dort kann man sie nun mit einem Pinsel abstreifen und sofort verfüttern. Die Mikrowürmchen sinken langsam zu Boden und leben im Aquarium ca. 2 Tage. Da sie sehr klein sind, ist es ein ideales Futter für Jungfische, die noch kein Artemia fressen können. Aber auch erwachsene Fische fressen diese Würmer gerne. Ich streue nach der Futterentnahme noch etwas Trockenhefe auf den Ansatz. Dadurch bleibt die Vermehrungsrate der Würmer sehr konstant. Nach einem Monat sollte man einen neuen Ansatz anrühren. Wichtig sind mehrere zeit versetzte Ansätze und eine tägliche Kontrolle auf Milben oder Schimmelbefall. Man sollte die Ansätze auch nicht alle in der selben Ecke stehen haben. Gerade bei Milbenbefall hat man sonst schnell einen total Ausfall seiner Futterkultur. Und wenn dann doch nach dem Urlaub alle Ansätze umgekippt sind, auf dem kommenden Vereinsabend hat bestimmt wieder einer Mikros dabei!

Januar 2011, Michael Scharfenberg

© Michael Scharfenberg


Mikrowürmer

Die Zutaten

Soweit sollte es nicht kommen!